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Servette Genf

Geschichtlicher Überblick über die "tribunes servetiennes"

Die erste Supporter-Gruppe von Servette, die kein simpler offizieller Fanclub war, war sicherlich der "Supporters Club", mit etwa 40 Mitgliedern, die immer und überall, so gut es geht immer dabei waren. Entstanden ist diese Gruppe aus ein paar Freunden, die in den 70er-Jahren aus dem offiziellen Fanclub ausgestossen wurden und blieb bis in den 80er-Jahren erhalten. Weit weg von der Ultra-Mentalität, was es vorallem eine Gruppierung von Leuten mit derselben Leidenschaft: Servette. Die einzigen Probleme, die sie schon kannten, waren die mit den ewigen Feinden: Sion!

Inzwischen erschien eine andere Gruppe für kurze Zeit : Die Rhône Bombers, die, wie es der Name schon sagt, durch ihre Bombers chrarakterisiert waren. Aber wie der Supporters Club verschwanden sie Anfangs der 80er Jahre.

Während diese zwei Gruppen verschwanden, was der offizielle Fan's Club immer noch present, jedoch mit stark reduzierter Aktivität. Eine andere kleine Gruppe von jungen Leuten wurde in der Mitte der 80er Jahren rausgeschmissen, so wie ihre Vorgänger des Supporters Club. Sie gründen danach ebenfalls ihre eigene Gruppe. Nach mehreren Jahren, in denen sie sich nicht sicher waren über den Namen, entscheiden sie sich für Section Grenat. Ein französischer Name für eine Westschweizer-Stadt, was könnte logischer sein! Wir sind im Jahre 1988. Man spricht immer noch nicht vom Ultra Mentalität. Im Gegenteil, man sieht eine Mischung zwischen englischem und deutschem Style, mit Jeans-Jacken und eher schlichtem Look.

Parallel dazu erscheint in der Mitte der 80er Jahren der Fan's Club Servette Uri, der sich später über die ganze Deutschschweiz verteilt, um sich 1986 in den Fan's Club Servette Deutschschweiz zu verwandeln. Sie zählten rund 150 Mitglieder! Das Zusammenleben mit den Romands war nicht immer einfach, denn die meisten der Deutschschweizer Mitglieder sprachen kaum oder gar kein Französisch!

Zu dieser Zeit war der grösste Feind Neuchâtel Xamax mit dem die Vorfälle regelmässig waren. Aber natürlich war der traditionnelle FC Sion immer noch da, dies über Jahre hinweg!

Der Gesang war oft relativ einfach, mit mehreren Spinnereien zwischendurch. Pyro und Rauch jedoch, hatten ihre Apparition schon gemacht!

1990 war ein wichtiger Kehrpunkt für die Section Grenat. Die Gründer wollten die Gruppe nicht mehr dirigieren. Neue Junge nahmen die neue Aufgabe auf und strukturierten die Gruppe breiter, so dass es die einzige Genfer Gruppe wurde, die über Jahre und Generationen hinweg bestand.

Dann kamen die Sitze in der lateralen Tribüne, was die Gruppe in die Ost-Tribüne trieb. Dies gefiel einigen, da der Rauch nicht jedermanns Sache war...

Bei der Ankunft einer dritten Generation von Führungskräften der Assoziation wird die Gruppe reifer. 1993 ist ein weiterer Kehrpunkt : Die erste Choreo der Gruppe, im Oktober, wird anlässlich eines UEFA-Spiels gegen Bordeaux verwirklicht. Es war kein grosser Erfolg, denn die Blätter waren zu klein. Aber was soll's. Jetzt ging es los und ab 1994 war eine Choreo nach der andere angesagt, begleitet von Pyrotechnik.

Parallel dazu erschien eine ganz klar rechts-extreme Gruppe : Geneva Boys. Das Auskommen zwischen den beiden Gruppen war sehr verschieden mit Höhen und Tiefen. Später erschienen auch andere Gruppen, wie die Supporters 88 (ebenfalls rechts-extrem). Aber alle verschwanden früher oder später wieder, ohne wirklich Wurzel zu schlagen in der Osttribüne; der Einfluss der SG war zu stark.

Die Deutschschweizer waren stets present, aber eine Kollaboration war mit ihnen nicht vorhanden.

Choreos, Fackeln, Rauch, neue Gesänge und Zwischenfälle mit Sion waren an der Tagesordnung in den Charmilles in den 90er-Jahren. Dies begleitet von einer Treue ab 1996, mit einer Präsenz der SG an allen offiziellen Spielen. Die Ultrà Mentalität war nun voll und ganz in Genf vorhanden.

2000 entschieden die Gründer der SG, die immer noch dabei waren, die Fans, die schon über 30 waren zur Vieille Garde zu gruppieren. Die Motivation war, diese alten Fans dazu zu bewegen, weiterhin aktiv zu bleiben, da sie sich mehr und mehr zurückzogen und nicht mehr regelmässig an die Spiele kamen. Jedoch hat diese Gruppe keine wirkliche Aktivität ausser Zaunfahne aufhängen und saufen.

Während die SG ihr Leben lebte, kam eine neue Kurve : der Umzug in la Praille. Mit diesem Umzug wurde auch eine neue Gruppe gegründet : die Northe Fans. Weit entfernt von der Ultrà Mentalität ist es eine Gruppe von eher netten Fans und weniger turbulent als ihr grosser Bruder der SG. Heutzutage besteht keine besondere Beziehung zwischen den beiden Gruppen.

Die SG erlebte diesen Umzug mehr oder weniger gut. Zuerst unter der Tribüne platziert, entschied die Gruppe schon bald einen Platz oberhalb des Tores J zu finden, denn der Kop war völlig einsam unter der Tribüne und es war unmöglich, den Rest der Tribüne zum mitsingen zu bewegen. Deshalb war die Stimmung anfangs schlechter, mit einer recht traurigen Nordtribüne. Nach dem Aufgang in die Tribüne verbesserte sich die Stimmung zwar, nie aber wurde dieselbe erreicht wie damals in den Charmilles. Und parallel dazu begann die Repression ihre Erscheinung zu machen. In den Charmilles war die Anfechtung äusserst selten; sie wurde fast regelmässig in diesem neuen, für uns zu grossen Stadion.

Selten war die Stimmung in vollem Gange. Zudem ist es fast unmöglich regelmässige Animationen zu organisieren bei den wenigen Leuten. Kurz gesagt hatte sich die Verdrossenheit in Nordkurve installiert.

Dann kam dieser unheilvolle Beginn des Jahres 2005. Der Klub geht Konkurs. Nur die North Fans haben beschlossen, einen Aktivitätsschein für diesen Frühling aufrechtzuerhalten. In der Tat machen die SG und die VG eine Pause bis zur neuen Saison. Die Motivation war zu wenig vorhangen für eine Serie von 13 Freundschaftsspielen.

Wenn alles gut geht wird jedermann seine normale Aktivität im August wieder aufnehmen. Aber in welchem Zustand?

NF_SG (Uebersetzung von Sabööö) - Mai 2005

 
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