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Sektor D (FC Wil)

Der Beginn

Der FC Wil wurde im Jahre 1900 gegründet. Die aktive Fanszene kam organisiert aber erst im Jahre 1999 auf: Der erste inoffizielle Fanclub wurde mit den BB99 (Blackbears '99) gegründet. Der Fanclub machte in Anbetracht der Möglichkeiten und des meist jungen Alters der Mitglieder seine Sache gut.

NLA 2002/2003

In der Saison 2001/2002 kam der unerwartete Aufstieg mit einem Sieg im Derby gegen den FC Winterthur in der zweitletzten Runde. Natürlich bekam die aktive Fanszene mit dem Aufstieg in die NLA einen weiteren Boom; sie entwickelte sich mit den Blackbears und vielen unabhängigen Fans immer weiter: es kamen ständig neue Gesänge auf, auch wurde laufend neues Supportmaterial gefertigt, damit die Heimkurve, der Sektor D im Stadion Bergholz, immerzu mehr Farbe erhielt. Das Ziel war, dass Wil fanmässig mit den anderen kleineren Clubs in der NLA mithalten konnte. Es gab auch immer wieder kleinere Pyroeinlagen, aber dadurch, dass es mit der geringen Anzahl an Auswärtsfans (ohne Kausalhaftung wurde eigentlich nur auswärts gezündet) relativ schwer war unerkannt zu bleiben, eigentlich nie eine richtige. Das Highlight dieser ersten Saison in der NLA war sicher der 3.11.2002, als man das Derby gegen unseren Rivalen aus dem Osten, dem FC St. Gallen, 11:3 gewinnen konnte. Doch dann folgten auch ziemlich bald düsterere Zeiten: Als klar wurde, dass der den aktiven Fans verhasste Präsident Andreas Hafen (er bezeichnete sie z.B. als Saubande) veruntreutes Geld in den Verein steckte, sahen alle schwarz. So musste man auch bis zur letzten Minute um die Lizenz bangen, bis man sie schlussendlich unter Auflagen erhielt. Aus dieser Zeit gibt's aber auch Gutes zu berichten. So wurde anfangs 2003 ein neuer Fanclub gegründet: die Siloboys. Die meisten waren zwar seit dem Aufstieg dabei, manche etwas länger, aber erst nun trat man organisiert auf. Auch dies gab dem Sektor D mit neuen Fahnen, Doppelhaltern und einer weiteren Zaunfahne mehr Farbe und auch neue Gesänge hallten durchs Bergholz.

NLA 2003/2004

Auf die Zeit Hafen folgte die graue Zeit Belanov (für ca. 6 Monate); bei diesem Namen sträuben sich auch jetzt noch vielen Fans die Haare! Dubiose Geschäfte, weitere Investoren, Trainer welche als Marionetten benutzt werden, usw.. Aber auch in dieser Zeit hatte man natürlich gute Erlebnisse. So z.B. den ersten internationalen Auftritt im UI-Cup, bei welchem man auswärts in Lettland antreten musste. Da die Reise nach Lettland für alle bis auf zwei nicht finanzierbar war, begann die erste richtige Reise aber erst mit dem Auswärtsspiel in Tillburg gegen Willem II aus Holland, wohin es dafür 50-60 Wiler schafften und gute Stimmung fabrizierten. Auch diese Hürde wurde gepackt und man bekam mit dem FC Nantes Atlantique einen weiteren Traditionsclub zugelost. Leider gab es auswärts in Nantes auf Wiler Seite keine gute Stimmung, da man mit dem Gegenwind zu kämpfen hatte (böse Zungen behaupten, es hätte daran gelegen, dass nur 8 Wiler anwesend waren ).

In der Liga kämpfte man gegen den Abstieg, was aber die Fans nicht daran hinderte trotz allen Widrigkeiten wie Stadionverbote und andere Streitereien mit dem Verein ein paar Schritte weiter zu kommen. Auswärts reisten immer mehr Leute mit, der Support hatte sich anständig entwickelt (Gesänge, Fahnen, Pyro), es wurden immer wieder Spruchbänder gemalt und es gab auch die ersten Choreos. Der Cup 2003/2004 entpuppte sich als der erfolgreichste Bewerb des FC Wil in dieser Saison. Nach guten Auftritten des Vereins und der Fans in Biasca, Wohlen, Yverdon und Lugano (gegen Agno) folgte das Halbfinale im Espenmoos, welches man auch gewann. Die Mannschaft befolgte die Choreo der Fans und der kleine David griff erneut zum Steine gegen den übermächtig wirkenden Goliath. Man reüssierte aber nicht nur in diesem Spiel, sondern wurde auch mit einer neuen Gruppierung belohnt: der Sektion Weier. So konnte man gestärkt und nach überstandener Pfeffersprayattacke der St. Galler „Ordnungskräfte“ ins Finale gegen GC einziehen. Die Geschichte des Finals im Joggeli ist schnell erzählt: Fahnenintro mit Spruchbandunterstützung - unglaublicher 3:2 Sieg - Einzug der Mannschaft in der Altstadt zu Wil vor tausenden von Leuten mit Pyrounterstützung - heftiger Kater.

Auch in der Liga gab's heftigen Kater: In Aarau verlor man und da der FCB in Neuenburg ebenfalls verlor, war der Abstieg in der drittletzten Runde besiegelt. Zu Hause verabschiedete man sich aus der NLA mit einer grossen Pyroshow, auswärts in Thun mit einer DH-Choreo und ebenfalls etwas Pyro.

NLB 2004/2005

In der NLB folgte das Unausweichliche, es folgte ein Fanschwund, auch bei den aktiven Fans. Zwangsmässig litt der Support darunter, auch wenn man für NLB-Verhältnisse die Sache nicht schlecht machte. Man musste sich aber neu organisieren und es folgte automatisch ein Konzentrationsprozess: Dadurch dass von den einzelnen Gruppen nicht mehr alle Leute dabei waren, lernte man Mitglieder der anderen Gruppen besser kennen. So blieben die einzelnen Gruppen zwar noch bestehen, aber man arbeitete nun viel enger als bis anhin zusammen. Nachdem man sich gefunden hatte folgte im letzten Spiel der Hinrunde auswärts in Bellinzona ein sensationeller Auftritt, bei welchem ca. 95% der nicht wenig mitgereisten Wiler zündeten. Die Rückrunde 2004/2005 war sensationell mit für NLB-Verhältnisse meist gutem Support und grösseren Pyroshows zu Hause gegen Sion, Luzern, Winterthur und zum Abschluss Bellinzona.
Was folgt ist klar: 113% WIL!!!

Wilia & Abdelsatar - Saison 04/05

 
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