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Estrade Ost - GC
Als sich 1992 die Grassmokers zusammenschlossen konnte niemand auch nur annähernd daran Denken was im 21. Jahrhundert auf die GC Fanszene zu kommen würde. Damals als TV und Presse noch alles für eine brennende Atmosphäre gaben und die Fans sich so entfallten durften wie sie es für richtig hielten. Bei GC waren das weniger die Choreos als mehr die Pyroeinlagen. Doch schon früher wurden dutzende Fahnen geschwenkt und die ersten Ballonintros waren zu sehen. Wer mehr über die Vergangenheit der GC Szene erfahren will, soll sich auf der Homepage der Grassmokers (www.grassmokers.ch) umsehen. Man findet dort ein ausgiebiges Archiv früherer Tage.
Ende des letzten Jahrhunderts entstanden dann die ersten Gruppen (Blue White Bulldogs/Blue Side Zürich) die sich der Ultra Mentalität verschrieben haben. Die Kurve Ost hatte dadurch eine grössere Geschlossenheit erhalten und die Stimmung konnte so besser koordiniert werden. Nun fuhren auch immer mehr Fans Auswärts, zu beginn mit den Cars des offiziellen GC Fanklubs später mit den eigenen organisierten Reisen. Mit der Zeit wurden dann auch grössere Choreografien aufgezogen und die Fackeln brannten immer öfters. Bilder dazu sind unter Choreos->Grasshoppers zu finden.
Gehasst und Ausgesperrt
Doch seit geraumer Zeit herrscht in der Schweiz eine Sicherheitshysterie im Allgemeinen und bei GC im Besonderen. Aktionen wie am 23. November 2003 nach dem Spiel im Basler St. Jakobspark, als rund 120 GC-Fans fichiert wurden, oder am 24.10.2004 als nach dem Cupspiel in Bellinzona kurzerhand alles abgeführt wurde wer sich nicht in Sicherheit bringen konnte. Noch heute warten Fans auf die Urteile, mögliche Stadionverbote in diesem Zusammenhang sind nicht auszuschliessen. Der Verein sprach von Störenfrieden die nicht zum Verein gehören und diesem schaden würden, das ausschliesslich der grösste Teil der Allesfahrer im Tessin war wollte man bei GC nicht einsehen.
Zudem hat die Szene mit dem weitum Bekannten Stadion und Eventmanager Peter Landolt zu kämpfen. Am 5. Dezember 04 wurden auf Seiten GCs dutzende Fackeln gezündet sowie eine kleine selbstgemachte Rakete. Nach dem Spiel wurden von GC mehrere willkürliche Verbote ausgesprochen. Eine Woche später in Aarau wurde auf diesen Missstand aufmerksam gemacht. Mit dem Spruchband ''Ihr wollt uns tot - die Antwort ist Rot'' und dazu mehrere Fackeln zeigte man das die Kurve sich nicht unterkriegen lässt. Im selben Spiel wurden dann noch mindestens 100 weitere Fackeln gezündet, was leider wieder zu Verboten führte.
Widerstand
Der Widerstand war endgültig geboren, unter dem Motto ''Suufe gäge Repression'', wurde bei der Partie gegen YB die ersten 30 Minuten bestreikt. Die willkürlich auferlegten Verbote wurden später aufgehoben, doch bereits im nächsten Spiel beim FC Basel wurden 20 Fans nicht hineingelassen. Dem SFV ging dies zu schnell...
Seither gab es immer wieder Probleme, Fans wurden willkürlich zur Seite gebeten oder aus der Masse gepickt.
Bis heute wurden über 100 Verbote ausgesprochen, doch für die Fanszene kamen weitere Ärgernisse hinzu. Transparente und Spruchbänder wurden verboten, Personalien aufgenommen. Manche Transparente waren angeblich zu politisch (z.b. Gegen Stadionverbote), eine kritische Haltung gegenüber dem Verein ist Ihnen ziemlich unangenehm.
Desweiteren ist die schlechte Marketing (GC Family) und Öffentlichkeitsarbeit ein Kritikpunkt. Aber auch die kürzliche Absage des dritten Fanturniers hat der Verein zu Verantworten. Dem Organisationskomitee wurden Hürden auferlegt die leider nicht überwindbar waren, ein entgegenkommen Fehlanzeige!
Diese Gründe bewegten die aktive Fanszene zum Handeln, das letzte Spiel der Saison 05/06 wurde ausserhalb des Stadions verfolgt. Der Sektor 4 in der Estrade war schon lange nicht mehr so leer. Der Anblick war erbärmlich und traurig zugleich, es hat wohl jeder Matchbesucher bemerkt das etwas nicht stimmen konnte. Und die Führung??
Zukunft
Nach dem offiziell (alle aktiven Gruppen plus offizielle Fanclubs) beschlossen wurde, den Beginn der Saison 06/07 zu boykottieren. War man gespannt wie lange die GC Fans dies durchziehen würden...
In verschiedensten Communiques wurde immer wieder der aktuelle Stand der Dinge, den Interessierten GC und Fussballfans bekannt gegeben. Im Verlaufe des Boykotts wurden intensive und zukunftsweisende Gespräche mit Exponenten des Vereins geführt. Daraus ergaben sich folgende Hauptforderungen:
- Überprüfung jedes einzelnen Stadionverbots auf seine Richtigkeit. Falls keine Beweise vorliegen, sind diese frei nach dem rechtsstaatlichen Grundsatz „In dubio pro reo“ mit sofortiger Wirkung aufzulösen.
- Stopp der GC-Family Werbekampagne. Gegen das Konstrukt ist nichts einzuwenden und kann festgehalten werden, jedoch hat die GC-Family Aufmachung dem Klubimage enorm geschadet und muss deshalb vollständig von der Bildfläche verschwinden.
In beiden Fällen wurden vielversprechende Lösungen (Rekursmöglichkeiten/Anhörungsrecht bei Stadionverboten, sowie beerdigung des GC Family Konzepts) gefunden, was die Fanszene dazu bewog den Boykott nach 16 Partien aufzuheben. Im Spiel gegen den FC St. Gallen (Bilder in der Choreo Saisonübersicht) wurde dies dann inszeniert,
Was die Zukunft anbelangt wurde während der Winterpause 06/07 die Interessen Gemeinschaft IG GC Züri lanciert. Mit dieser wurde eine bessere Plattform für Gespräche mit dem Verein aber auch in der ganzen Fanszene aufgebaut. Die IG die eine Art Dachverband bei GC bildet, hat bereits in ihrer ersten Saison über 300 Mitglieder aus der Kurve hinter ihre Idee gebracht. Auch von Vereinsseite ist diese Organisation sehr geschätzt, so finden regelmässige Fantreffen statt.
Durch die Heimatlosigkeit rückt die gesamte Szene ein Stück näher zusammen, was in der Rückrunde 07/08 hauptsächlich Auswärts deutlich zur geltung gekommen ist.
Vorwärts GC Züri
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